Bezirksregierung Detmold & Wald und Holz NRW

Waldbrandgefahr: Überwachungsflüge starten

 Trockenheit, Hitze und viel Totholz machen heimische Wälder derzeit zur Gefahrenzone. Die Regionalforstämter und der Deutsche Wetterdienst stufen die Waldbrandgefahr als erheblich ein. Die Bezirksregierung Detmold hat deshalb am Freitag, 7. August, angeordnet, dass die Wälder in Ostwestfalen-Lippe per Flugzeug auf mögliche Brände hin kontrolliert werden. Die ersten Flüge starten am Samstag.

Die Anordnung gilt je nach Wetterlage zunächst bis zum 14. August. Anschließend wird sie verlängert, falls erforderlich. Sie ist in Absprache mit den Regionalforstämtern Ostwestfalen-Lippe und Hochstift des Landesbetriebs Wald und Holz NRW sowie dem Bundesforstbetrieb Rhein-Weser, Betriebsbereich Senne, erfolgt.

Je zwei Flüge sind für Samstag und Sonntag geplant; einer am Vormittag und einer am Nachmittag. Die Flugtermine für die kommende Woche sind einmal täglich am Nachmittag. Die Flugroute ist ein „zick-zack-Kurs“ über den Regierungsbezirk. Im Fokus stehen Gebiete rund um die Senne, große Moorflächen sowie alle Waldgebiete in Ostwestfalen-Lippe. „Überall gibt es viele abgestorbene Bäume oder solche, die vom Borkenkäfer geschädigt sind“, erläutert Regierungsbranddirektor Karsten Weber von der Bezirksregierung.

Ziel der Flüge ist, die Feuerwehrleitstellen möglichst schnell über ein Feuer in einem Wald oder einem Graslandgebiet zu informieren. Zeit ist ein kritischer Faktor. Das speziell geschulte Flugpersonal kann Brände sehr früh erkennen und die Einsatzkräfte zügig aus der Luft zum Brandort leiten. Je schneller die Löscharbeiten beginnen, desto geringer ist der Schaden für Umwelt, Forstwirtschaft und Bevölkerung.

Am Steuer des Überwachungsflugzeugs sitzt je ein Pilot des Luftsportvereins Oerlinghausen. Seine Passagiere sind ein Mitglied einer heimischen Feuerwehr sowie ein Mitarbeiter des Regionalforstamts. Koordiniert werden die Flüge von der Bezirksregierung und dem Kreis Lippe.

Eine frühe Branderkennung ist gut, eine Verhütung von Bränden ist besser. „Das Grillen und offene Feuer sind im Wald grundsätzlich verboten. Das gilt im Moment auch für das Rauchen“, sagt Weber. Spaziergänger sollten die Verbote in jedem Fall beachten. Und: „Versperren Sie mit Ihren Autos keine Waldwege und parken Sie nur auf befestigten Flächen, wie Schotter oder Asphalt.“

 

Zum Schutz für Menschen, Tiere, Lebens- und Erholungsräume rufen wir Sie auf, bitte

  • Halten Sie sich an das gesetzliche Rauchverbot im Wald – es gilt im Frühling, Sommer und Herbst, genauer: von 01. März bis zum 31. Oktober.
  • Beachten Sie das Verbot offenen Feuers im Wald und im Abstand von 100 Metern vom Wald.
  • Nehmen Sie Glas mit aus dem Wald – Der Brennglaseffekt kann Waldbrände auslösen.

Wenn es (zu) spät ist, bitte

  • Löschen Sie kleine Entstehungsbrände, wenn es Ihnen gefahrlos möglich ist. Überprüfen Sie ggf. die Stelle sorgfältig.
  • Melden Sie Brände über die “112”
  • Verlassen Sie den Gefahrenort auf kürzestem Weg.

Der Wald dankt es Ihnen!

Niklas Schäfers

Niklas Schäfers ist ausgebildeter Rettungsassistent sowie Brandmeister und übt für die Feuerwehr Altenbeken das Amt des Pressesprechers aus. Darüber hinaus ist er gleichzeitig Pressesprecher des Verbandes der Feuerwehren im Kreis Paderborn.

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