Brandmeister Mario Güldner hat den Scheck höchstpersönlich bei thomas Dörpinghaus abgeholt.Wenn die neuen Overalls da sind, wird es im Gräflichen Park auch einmal eine publikumswirksame Rettungsübung in der Höhe geben, hat er versprochen!
Text und Bild: Kristina Schütze, Public Relations, Unternehmensgruppe Graf von Oeynhausen-Sierstorpff

Höhenretter retten bald in neuen Overalls

Erlöse aus dem UGOS-Hallenfussball-Cup gehen an die Feuerwehr Altenbeken

Ein Spezialoverall für die Höhenrettung steht auf dem Wunschzettel der Freiwilligen Feuerwehr Altenbeken ganz oben. Um der Erfüllung dieses notwendigen Wunsches etwas näher zu kommen, hat die Unternehmensgruppe Graf von Oeynhausen-Sierstorpff, aus den Erlösen der Speisen- und Getränkeverkäufe beim Hallenfußball-Cup 600 euro gespendet.

Aber wozu braucht es in Altenbeken eine Höhenrettung und warum brauchen die einen speziellen Overall?

Brandmeister Mario Güldner, Leiter der Höhenrettung in Altenbeken, erklärt, warum Höhenrettung nicht nur im Gebirge wichtig ist: „Die Einsatzbereiche der Höhenrettungsgruppe der Freiwilligen Feuerwehr Altenbeken sind beispielsweise die Rettung von verunfallten oder erkrankten Personen aus Windenergieanlagen, die ja in unserem Einsatzgebiet in großer Vielzahl vorhanden sind, oder die Rettung aus industriellen Anlagen, wie Maschinen oder Hochregal-Lagern.“ Aber auch die Rettung aus tiefen, zum Beispiel einem Schacht oder ein gestürzter Wanderer an einem Abhang, verlangten oft das eingreifen von Höhenrettungseinheiten, da die örtliche Feuerwehr fachlich und materiell nicht für eine solche Rettungsaktion ausgerüstet und ausgebildet sei.

Und das Vorhandensein einer solchen Spezialtruppe ist offensichtlich unverzichtbar – immerhin unterstützen die freiwilligen Altenbekener Höhenretter (elf Männer und eine Frau) auch die Feuerwehren in den Kreisen Paderborn, Lippe und Höxter. „Um neben der ständigen Einsatzbereitschaft im Rahmen der Feuerwehr auch für diese weiteren vielfältigen Aufgaben, zu denen die Höhenrettung gehört, Verantwortung tragen zu können, brauchen wir den Rückhalt und die Unterstützung seitens der Bevölkerung, der Politik und der Wirtschaft“, sagt Mario Güldner.

Seit Oktober 2000 betreibt die Freiwillige Feuerwehr Altenbeken, bestehend aus den Löschzügen Altenbeken, Buke und Schwaney, die Höhenrettungsgruppe. Seitdem konnten schon einige Personen aus lebensbedrohlichen Zwangslagen gerettet, Feuerwehrkameraden im einsatz in absturzgefährdeten Bereichen gesichert und hohe Sachwerte geschützt werden. Für die Einsatzfähigkeit bedarf es aber noch mehr, als die über 150 jährlichen Stunden an Aus- und Weiterbildung jedes einzelnen Mitglieds, erläutert der Brandmeister. „Um für jede Einsatzdauer und jedes Wetter gerüstet zu sein, brauchen wir eine optimal angepasste Einsatzkleidung. Deshalb wollen wir dringend benötigte kälte- und nässebeständige Overalls zum verbesserten Schutz vor Witterungseinflüssen anschaffen.“

Insgesamt werden die zwölf Overalls, die im Notfall auch dafür sorgen, dass ein Höhenretter länger im Einsatz bleiben kann, rund 6.000 euro kosten. „Einer der Spezialanzüge ist dann quasi ‚sponsored by UGOS’“, freut sich Thomas Dörpinghaus, Kaufmännischer Leiter der UGOS.

„Wir finden es gut, uns an so einer sinnvollen Einrichtung hier in der Region beteiligen zu können, die uns – wir hoffen, natürlich nicht – allen ja auch wieder zugute kommen kann.“

Die Feuerwehr Altenbeken bedankt sich für die große Spendenbereitschaft der einzelnen Unternehmen vor Ort!

Niklas Schäfers

Niklas Schäfers

Niklas Schäfers ist ausgebildeter Brandmeister und übt für die Feuerwehr Altenbeken das Amt des Pressesprechers aus. Darüber hinaus ist er gleichzeitig Pressesprecher des Verbands der Feuerwehren im Kreis Paderborn.